Medizin

Die Preisträger*innen Moritz Muckenhuber und Anna Plötzl halten ihren Siegerscheck in der Hand und lächeln in die Kamera. Im Hintergrund sind zwei Flaggen (Österreich und Wien) zu sehen, die an der Wand hängen.
Theodor-Billroth-Preis

Ausgezeichneter Querschnitt durch die Forschung

Moritz Muckenhuber, Razvan Bologheanu sowie Anna Plötzl und Anna Wicher sind die Preisträger und Preisträgerinnen des heurigen Theodor-Billroth-Preises. Was die Arbeiten auszeichnet und woher die Ideen dafür stammen, erzählen sie Ärzt*in für Wien im Kurzinterview. 

Der Mediziner Kurt Stastka im Porträt mit dunklem Mantel oder Sakko und einem braunen Schal.
Männergesundheit

„Hilfe zu brauchen, wird von Männern oft als Schwäche wahrgenommen“

Viele Männer übersehen psychische und körperliche Warnsignale, oft aus Scham, aus Rollenanforderungen oder aus Angst, als schwach zu gelten. Psychiater Kurt Stastka, Leiter des Referats für Psychosoziale, Psychosomatische und Psychotherapeutische Medizin der Kammer für Ärztinnen und Ärzte in Wien, über männliche Identität, psychische Gesundheit, Risikoverhalten und die Frage, wie Medizin Männer besser erreichen kann. 

Der Mediziner Wali Malik sitzt in einem Labor, weiß bekleidet und blickt direkt in die Kamera.
KI-Forscher Wali Malik

Eine neue Art, Wissenschaft zu betreiben

Er gilt als einer der führenden Köpfe im Bereich Laborautomatisierung und KI-gestützter biomedizinischer Forschung. Nach Stationen in der Pharmabranche setzt der US-amerikanische Wissenschafter Wali Malik seine Karriere in Wien fort – als Head of AI Driven Lab Robotics am neu gegründeten Aithyra-Institut der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Er will Künstliche Intelligenz und Biomedizin auf einzigartige Weise zusammenführen und Wien zu einem führenden Standort für KI-getriebene Robotik in der Medikamentenentwicklung machen.

Frau mit Brille lächelt in die Kamera.
Infektionsprävention

„Zurück zur Natur“ ist nicht für alle zwingend gesund

Cornelia Lass-Flörl von der Medizinischen Universität Innsbruck gilt als führende Expertin für klinische Mykologie und Infektionsprävention und erhielt vor kurzem als erste Österreicherin den renommierten E. Drouhet-Award der European Confederation of Medical Mycology (ECMM). Ein Gespräch über seltene Pilzinfektionen, politische Versäumnisse und warum Prävention auf dem Acker beginnt.

Frau im Blazer lächelt in die Kamera.
Psychosoziale Versorgung

„Zögern Sie nicht, Patientinnen und Patienten zu uns zu schicken!“

Sie ist Primaria des Kinder- und Jugendpsychiatrischen Ambulatoriums Alsergrund und seit 1. Juli 2025 auch Chefärztin des PSD-Wien: Katrin Skala, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapeutische Medizin sowie Kinder- und Jugendpsychiatrie, im Gespräch.

Man sieht ein Thermometer auf dem der rote Balken schon bei 40 Grad Celsius steht.
Klimawandel

Wenn Hitze zum Gesundheitsrisiko wird

Lange Hitzewellen mit Temperaturen weit über dreißig Grad ohne Abkühlung in Sicht sind zum Normalzustand in Österreichs Sommern geworden. Gerade für vulnerable Gruppen wie Ältere oder Kinder stellen diese Temperaturen aber ein erhebliches Gesundheitsrisiko dar. Gleichzeitig werden die Auswirkungen der Hitze oft unterschätzt.

Ein Porträt des Krebsforschers Christoph Zielinski vor einem komplett weißem Hintergrund
Christoph Zielinski

„Krebskranke brauchen eine Stimme“

Sein Name ist nicht nur medizinisch Interessierten ein Begriff: Christoph Zielinski gilt als Koryphäe der internationalen Krebsforschung, unermüdlicher Macher und Ideengenerator. Die Medizin ist aber mitnichten Zielinskis einzige Passion: Im Frühjahr erschien sein erster Roman „Laurenzerberg“, Geschichten aus dem Wien der Sechzigerjahre.

Ein Porträt des Arbeits- und Schmerzmediziners Richard Crevenna. Aufgrund des Hintergrunds kann geschlossen werden, dass die Aufnahme im Außenbereich stattgefunden hat - verschwommen ist ein Baum oder eine Hecke im Hintergrund zu sehen.
Krebstherapie

„Unsere Schnittstellen sind alle Altersgruppen“

Richard Crevenna ist Arbeits- und Schmerzmediziner mit onkologischem Schwerpunkt. Im Interview mit Ärzt*in für Wien skizziert er, welche massiven Vorteile Bewegung und Fitness für Krebserkrankte haben und warum das fächerübergreifende, vernetzte Arbeiten und Forschen für ihn so wichtig ist.

Die Bundesministerin Eva-Maria Holzleitner blickt in die Kamera, im Hintergrund sieht man die Österreichische Fahne, sowie einen kleinen Teil der EU-Flagge
Kommentar von außen

Künstliche Intelligenz in der Medizin: Chancen nutzen, Menschlichkeit schützen

Künstliche Intelligenz ist längst Teil unserer Gegenwart und schon heute verändert sie die Medizin – von administrativer Entlastung über Diagnostik und Therapieplanung bis hin zur personalisierten Versorgung. Das Potenzial ist enorm: KI kann Forschung beschleunigen, neue Medikamente entwickeln helfen und Ärztinnen und Ärzte im Alltag entlasten. So bleibt mehr Zeit für das, was unersetzbar ist – das persönliche Gespräch mit den Patientinnen und Patienten.

Ein Foto von einer Radioonkologie-Strahlenanlage - der Raum ist in violettes Licht getaucht.
Radioonkologie Klinik Donaustadt

„Wir heilen mit Strahlen“

Präziser, kürzer, schonender: Wie moderne Strahlentherapie heute Tumore effektiv bekämpft und Patientinnen und Patienten Lebensqualität erhält, erklärt Andrea Reim, Vorständin des Zentrums für Radioonkologie und Strahlentherapie in der Klinik Donaustadt. Das Strahlenzentrum der Klinik Donaustadt gehört zu einem der führenden Institute für Hochpräzisionsstrahlentherapie in Europa.

Die Podiumsdiskussionsteilnehmer Widhalm, Biach, Andreas, Zillner und Stampfer - von links nach rechts stehend
Medizin in Österreich

Forschung vor den Vorhang holen

Über den Dächern Wiens wurde bei der Science4Care Austrian High Impact Research-Veranstaltung intensiv über den Wissenschaftsstandort Österreich, fehlendes Risikokapital und den Wunsch nach mehr (und besserer Verzahnung) der unterschiedlichen Player im Gesundheitssystem debattiert. Vorträge aus Kardiologie und Traumatologie lieferten zudem medizinische Fachimpulse. 

Fachärztin für Allgemein- und Viszeralchirurgie, Katayoun Tonninger-Bahadori, im Gespräch - Sie blickt direkt auf die Interviewerin, die ihr gegenüber sitzt und von hinten auf dem Foto zu sehen ist.
Darm checken – Leben retten

„Darmkrebs lässt sich tatsächlich verhindern“

Katayoun Tonninger-Bahadori, Fachärztin für Allgemein- und Viszeralchirurgie, ist eigentlich Schilddrüsenspezialistin, widmet sich jedoch mit besonderem Engagement der Darmkrebsvorsorge. Und zwar in der Kammer für Ärztinnen und Ärzte in Wien ebenso wie im bekanntesten TV-Satireformat des Landes. Ärzt*in für Wien trifft die Leiterin des Referats für Endoskopie in ihrer Praxis im 21. Bezirk, um über die aktuelle Darmkrebs-Awareness-Kampagne zu sprechen.

Frau Susanne Equiluz-Bruck sitzt an einem Tisch im Rahmen eines Interviews
Krankenhaushygiene

„Sehr oft passiert Unvorhergesehenes!“

Warum es mehr Druck bei der Erfassung des Antibiotikaverbrauchs benötigt, wie ihr durchschnittlicher Arbeitstag aussieht und warum dringend finanzielle Anreize nötig wären, um Personal zu bekommen – darüber spricht die Hygienebeauftragte der Klinik Ottakring, Susanne Equiluz-Bruck, im Interview. 

Gero Miesenböck, Neurophysiologe, lehnt sich an einem offenen Kasten-Ablage-System an, mit verschränkten Händen
Naturwissenschaften

Von der Möglichkeit, sich neue Welten vorzustellen

Der Neurophysiologe Gero Miesenböck ist Mitbegründer der Optogenetik. Im Gespräch mit Ärzt*in für Wien beschreibt er die Ziele dieser Methode, was Naturwissenschaften mit Romanen zu tun haben und welche Eigenschaft große Forscherinnen und Forscher von durchschnittlichen unterscheidet. 

Der Anästhesist Bernhard Rössler sieht in die Kamera beim Interview
Learning by doing

„Hier lernt man etwas, indem man es spürt!“

Sie blinzeln, atmen, haben Atemwegsschwellungen oder gar einen Pneumothorax: Die künstlichen Patientinnen und Patienten im Universitären Simulationszentrum Wien. Dort wird erlernt und trainiert, was im klinischen Alltag schwierig bis gar nicht zu üben ist: Kritisches und Unerwartetes. 

Frau Katalin Kariko bei einem Vortrag
Katalin Kariko

Beharrlich und bodenständig: Die „Mutter“ der Coronaimpfung

Die mRNA-Impfung gegen Sars-CoV-2, vulgo „Corona“, gilt als Meilenstein der Medizingeschichte. Dahinter steckt eine Frau, die seit über 40 Jahren unermüdlich an den Grundlagen forscht, die diese Impfung ermöglicht haben. Dass sie dafür 2023 den Nobelpreis erhalten hat, ist unter anderem ihrem eisernen Willen zu verdanken: „Niemals aufgeben“ lautet die Devise der ungarischen Biochemikerin.