Panorama

Zu sehen ist der Einsatzleiter der Wiener Berufsrettung, Dominik Kalmar, der eine typische Rettungsjacke trägt - hinter ihm ist ein Rettungswagen zu sehen.
Berufsrettung Wien – Taktgeber in Krisenfall

„Ausschlaggebend ist der Ressourcenbedarf“

Einsatzleiter Dominik Kalmar erklärt, wie die Wiener Berufsrettung im Krisenfall arbeitet, welche Strukturen greifen und warum Vorbereitung alles ist. 

Man sieht einen Mann auf einer Bahre, der notärztlich versorgt wird.
Spitäler für Krisen gerüstet

Ordnung im Ausnahmezustand

Von Terror bis Naturkatastrophe: Klare Strukturen, Notfallpläne und Übungen sichern schnelle Versorgung im Ausnahmezustand. Eine Expertin und ein Experte des WIGEV erläutern, wie eine Krisenbewältigung konkret abläuft und welche Mechanismen greifen, wenn plötzlich Hunderte Verletzte versorgt werden müssen.

Katharina Stolz, Gerichtsmedizinerin, Leiterin der Untersuchungsstelle für Gewaltbetroffene in Wien, in der Gewaltambulanz. Sie erklärt etwas, gestikuliert leicht mit beiden Händen und sieht nach links
Gewalt in unserer Mitte

„Jeder kennt jemanden, dem das schon widerfahren ist!“

Obwohl die Wiener Untersuchungsstelle für Gewaltbetroffene erst im Jänner dieses Jahres eröffnet hat, ist der Zulauf bereits groß und die Zahlen bedrückend: Ein Viertel der Frauen in Österreich hat bereits Gewalt erlebt. Gerichtsmedizinerin Katharina Stolz leitet die Einrichtung und erzählt im Gespräch mit Ärzt*in für Wien von den ersten Monaten, ihrem Arbeitsalltag und warum das Ärztegesetz zwar eine deutliche Sprache spricht, aber manchmal schwer umzusetzen ist.

Die Ärztin und TV-Moderatorin Christine Reiler stützt sich mit beiden Armen auf einen Tisch auf und blickt lächelnd in die Kamera. Sie hat einen rosa, langärmeliges Oberteil an.
Christine Reiler

Ein Leben ohne Schubladen

Von Miss Austria zur Ärztin, von der TV-Bühne zur Phytotherapie: Christine Reiler lebt mutig zwischen TV, Praxis, Laufsteg und Familie, bringt Wissen verständlich an die Menschen und scheut sich nicht, neue Wege zu gehen.

Porträtfoto des Medizinhistorikers Nils Hansson, der eine Brille aufhat.
Der Nobelpreis

Mythos, Nonplusultra und Superstar der Wissenschaft

Der Medizinhistoriker Nils Hansson ist Schwede und forscht – ganz stilecht – rund um den Nobelpreis, aber nicht nur: Was Wissenschaft erfolgreich macht, welche Entdeckungen quasi „Rohrkrepierer“ wurden und warum Frauen hier nach wie vor weniger sichtbar sind, zählt ebenfalls zu seinen Schwerpunkten. Ärzt*in für Wien hat ihn dazu interviewt. 

KI-Experte Bart de Witte sitzt auf einem Fauteuil.
Bart de Witte

„Mehr Zeit für die Behandlung“

KI übernimmt Dokumentation, beschleunigt Diagnosen und hilft bei Operationen. Welche Entwicklungen auf uns warten und die Vorteile dezentraler Systeme, erklärt KI-Experte Bart de Witte, Mitgründer von Isaree. 

Autorin Birgit Kofler-Bettschart (links) und Ärztin und Kammer-Funktionärin Nagme Kamaleyan-Schmied stehen beieinander und halten jeweils ein Buch in der Hand
Erste Medizinerinnen Österreichs

„Hartnäckig und selbstbewusst“

Birgit Kofler-Bettschart, die Autorin des Buchs „Ärztinnen, die Geschichte schrieben – 125 Jahre Medizinstudium für Frauen in Österreich“, erzählt im Interview, wie hart Frauen um Teilhabe in der Medizin kämpfen mussten und welche Hürden bis heute bestehen.

Im Vordergrund ist Frau Kathrin Gaál zu sehen. Sie steht und lächelt in die Kamera. Im Hintergrund sieht man zwar urbane Umgebung, aber mit viel Grün.
Kommentar von außen

Verantwortungsvoller Umgang mit Schönheitsoperationen

Als Wiener Frauenstadträtin ist für mich entscheidend, dass Mädchen und Frauen selbstbestimmt leben – das heißt auch, dass sie über unterschiedliche Themen ihre Lebensrealität betreffend gut informiert sind. Gerade im Bereich Schönheitsoperationen ist dies essenziell, denn potenziell ist jeder Eingriff mit einem gesundheitlichen Risiko verbunden. Frauen entscheiden sich aus den unterschiedlichsten Gründen für Schönheitsoperationen – leider ist es immer noch so, dass sie täglich mit unrealistischen Bildern über Körper und Aussehen konfrontiert sind und dass für viele so der Druck erhöht wird, sich nach diesen vermeintlichen Idealen zu richten. 

Maria Hengstberger sitzt auf einem Sessel an einem Tisch. Vor ihr, am Tisch, steht ihr Schutzhaus-Modell
Prävention in vier Wänden

Das Schutzhaus als Modell für ein gesundes Leben

Mit der Schutzhaus-Fibel möchte die österreichische Entwicklungshilfe-Pionierin Maria Hengstberger Menschen ein Werkzeug zur aktiven Gesundheitsvorsorge in die Hand geben.

Frau Hengstberger sitzt auf einer Wiese am Boden mit einer anderen Frau, die ein Baby bei sich hat
Das Lebenswerk der Maria Hengstberger

Im Dienst der Aufklärung

Von Österreich bis Afrika: Die Ärztin Maria Hengstberger hat immer schon bestehende Strukturen hinterfragt, früh neue Wege in der Gesundheitsaufklärung eingeschlagen und dadurch Frauen weltweit zu Expertinnen ihres eigenen Körpers gemacht. 

Man sieht eine linke Hand, die mit einem Verband versehen ist, aus dem ein Infusionsschlauch herausragt.
Vorsorge und Früherkennung

Chronische Wunden: Chronisch unterschätzt

Wunden, die nicht heilen, belasten Körper und Psyche. Sie verursachen Schmerzen, schränken die Bewegungsfreiheit ein und führen oft zu sozialem Rückzug. Kathrin Morasek, Mitinitiatorin der Selbsthilfegruppe Chronische Wunden, erzählt im Interview mit Ärzt*in für Wien, dringend mehr Bewusstsein braucht und was die drängendsten Probleme sind.

Ein Mann von der Gruppe Sofortmaßnahmen kniet und kontrolliert einen Kasten
Razzien in Wien

„Behandlungsräume waren als Lagerraum genehmigt“

Die Gruppe Sofortmaßnahmen der Stadt Wien hat heuer gemeinsam mit der Exekutive mehrere illegale Einrichtungen ausgehoben, in denen ohne Zulassung ästhetische Behandlungen angeboten wurden. Walter Hillerer, der Leiter der Einsatzgruppe, rechnet mit weiteren Fällen und berichtet von improvisierten Behandlungsräumen, fehlender Ausbildung des Personals, zweifelhaften Präparaten und massiven Gesetzesverstößen. 

Frau Dr. Sylvia Perl-Convalexius sitzt in ihrer Ordination am Schreibtisch
Riskante Billig-Behandlung

„Bandbreite reicht von unschönen Ergebnissen bis zu Lebensgefahr“

Illegale sogenannte „Schönheits-Kliniken“ sorgen in Wien für Schlagzeilen und vor allem für große Gesundheitsrisiken. Im Interview erklärt Sylvia Perl-Convalexius, Obfrau der Fachgruppe für Haut- und Geschlechtskrankheiten, welche Gefahren drohen, worauf Patientinnen und Patienten achten sollten und warum ästhetische Eingriffe unbedingt in fachärztliche Hände gehören.

Illegale „Beauty-Behandlungen“

Billig schön, teuer bereut

Botox, Filler & Co. sind nicht mehr nur Thema ab der Lebensmitte: Immer mehr junge Menschen entscheiden sich zu ästhetischen Behandlungen. Doch der Boom bringt auch Schattenseiten: dubiose Anbieter, Hygienemängel und riskante Auslands-OPs bergen erhebliche Gesundheitsrisiken. Ärztinnen und Ärzte mahnen zu Vorsicht und seriöser Beratung.